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Gabriella Draghicchio-Evers
beeidigte Übersetzerin für Italienisch
Dolmetscherin

AGB- Allgemeine Geschäftsbedingungen

 

Vorbemerkung

Die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen betreffen Übersetzungsaufträge sowie Dolmetscheinsätze bei Geschäftsverhandlungen, Seminaren, Skype-Konferenzen und in sämtlichen Fällen, in denen das Gesprächsdolmetschen erforderlich ist. Sie regeln Rechte und Pflichten der Auftragnehmerin (Gabriella Draghicchio-Evers) und des jeweiligen Kunden (Auftraggeber). Sie enthalten für diesen zuletzt genannten wichtige Informationen und beruhen grundsätzlich auf den Allgemeinen Auftragsbedingungen für Übersetzer, die vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. erarbeitet wurden.

1.   Geltungsbereich

(a)  Diesen Geschäftsbedingungen unterliegen Verträge, die zwischen Gabriella Draghicchio-Evers (Auftragnehmerin) und ihrem jeweiligen Kunden (Auftraggeber) geschlossen werden. Bei Auftragserteilung und während der Dauer der Geschäftsbeziehung erkennt der Auftraggeber diese Geschäftsbedingungen an, soweit nicht etwas anderes ausdrücklich vereinbart oder gesetzlich unabdingbar vorgeschrieben ist.

(b)  Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers sind für die Auftragnehmerin nur verbindlich, wenn sie sie ausdrücklich anerkannt hat.

2.    Angebot und Auftragsannahme

Auf Wunsch wird ein Angebot erstellt. Erstellung und Abgabe des Angebots erfolgen kostenlos. Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Aufträge gelten erst nach schriftlicher Bestätigung durch die Auftragnehmerin als angenommen. Gleiches gilt für Ergänzungen, Abänderungen oder Nebenabreden, die ebenso der Schriftform bedürfen.

3.    Pflichten der Auftragnehmerin

Die Leistungen sind in einem für jeden Übersetzungs- bzw. Dolmetschtauftrag abzuschließenden bindenden schriftlichen Einzelvertrag festgesetzt.

(a)  Bei einem Übersetzungsauftrag wird die Übersetzung nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung sorgfältig ausgeführt. Der Auftraggeber erhält die vertraglich vereinbarte Ausfertigung der Übersetzung.

         (b) Bei einem Dolmetscheinsatz

·         bemüht sich die Auftragnehmerin um Rücksprache mit dem Auftraggeber zur Klärung der mit dem Dolmetscheinsatz zusammenhängenden Fragen und der darin behandelten Thematik. Hierzu ist die rechtzeitige Benennung eines kompetenten Ansprechpartners innerhalb des Betriebs oder der Organisation des Auftraggebers erforderlich.

·         Die Auftragnehmerin erbringt während der Veranstaltung die Dolmetschleistung, also die mündliche Übertragung eines gesprochenen Textes von einer Sprache in eine andere. Dabei arbeitet sie nach bestem Wissen und Gewissen. Eine darüber hinausgehende Verpflichtung übernimmt sie nicht. Die zu erbringende Tätigkeit ist im Vertrag erschöpfend festgelegt.

4.   Durchführung des Auftrages

Die Übersetzung wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung sorgfältig ausgeführt. Der Auftraggeber erhält die vertraglich vereinbarte Ausfertigung der Übersetzung.

Die Auftragnehmerin führt die vereinbarten Leistungen selbst aus oder lässt sie durch Dritte ausführen, d.h. durch qualifizierte und professionelle Dolmetscher- bzw. Übersetzerkollegen. Dabei beschränkt sich die Haftung der Auftragnehmerin gegenüber dem Auftraggeber lediglich auf die gewissenhafte Auswahl der Dolmetscher bzw. Übersetzer, die sie vertreten sollen.

5.  Mitwirkungs- und Aufklärungspflicht des Auftraggebers

(a) Für Übersetzungsaufträge:

(1)  Der Auftraggeber hat die Auftragnehmerin rechtzeitig über gewünschte Ausführungsformen der Übersetzung zu unterrichten (Verwendungszweck, Lieferung auf Datenträgern, Anzahl der Ausfertigungen, Druckreife, äußere Form der Übersetzung etc.). Ist die Übersetzung für den Druck bestimmt, überlässt der Auftraggeber der Auftragnehmerin rechtzeitig vor Drucklegung einen Korrekturabzug, sodass die Auftragnehmerin eventuelle Fehler beseitigen kann. Namen und Zahlen sind vom Auftraggeber zu überprüfen.

(2)  Informationen und Unterlagen, die zur Erstellung der Übersetzung notwendig sind, stellt der Auftraggeber der Auftragnehmerin bei Erteilung des Auftrags zur Verfügung (Terminologie des Auftraggebers, Abbildungen, Zeichnungen, Tabellen, Abkürzungen, interne Begriffe etc.).

(3)  Fehler und Verzögerungen, die sich aus der mangelnden oder verzögerten Lieferung von Informationsmaterial und Anweisungen ergeben, gehen nicht zu Lasten der Auftragnehmerin.

(4)  Der Auftraggeber übernimmt die Haftung für die Rechte an einem Text und stellt sicher, dass eine Übersetzung angefertigt werden darf. Von entsprechenden Ansprüchen Dritter stellt er die Auftragnehmerin frei.

(b) Für Dolmetschaufträge:

(1) Im Hinblick auf eine bestmögliche Vorbereitung und Leistungserbringung stellt der Auftraggeber der Auftragnehmerin zum frühestmöglichen Zeitpunkt sämtliche zweckdienlichen Informationen zur Veranstaltung zur Verfügung. Hierzu gehören alle relevanten Dokumente, die die Einarbeitung in das jeweilige Fachgebiet und die Terminologie ermöglichen. Hierzu gehören die Teilnehmerliste, die Tagesordnung, Protokolle aus vorherigen Veranstaltungen, Vorträge, Manuskripte, Abbildungen (Folien), Informationen zum Unternehmen oder der Organisation, etc.

(2)Von sämtlichen Texten, Schriftstücken und Powerpoint-Präsentationen, die im Verlauf der Veranstaltung vorgelesen werden sollen, erhält die Auftragnehmerin spätestens am Vortag eine Kopie. Wird diese Pflicht nicht eingehalten, so wird sie von ihrer Leistungserbringungspflicht entbunden. Bei komplizierten Sachverhalten empfehlen sich außerdem weiterführende Informationsmaßnahmen, z.B. ein Briefing.

(3)   Auf Wunsch werden Texte und Unterlagen zurückgegeben. Die Frist für die Anforderung, gleichzeitig die Aufbewahrungsfrist für die Auftragnehmerin, beträgt 60 Tage nach Beendigung des Einsatzes.

(4)Der Auftraggeber gewährleistet, dass die technischen Voraussetzungen für die Leistungserbringung durch die Auftragnehmerin gegeben sind. Das heißt, dass das Gesprochene deutlich und ohne Nebengeräusche in guter Qualität zu hören sein soll.

6.    Rechte des Auftraggebers bei Mängeln

(a)    Die Auftragnehmerin behält sich das Recht auf Nacherfüllung vor. Der Auftraggeber hat zunächst nur Anspruch auf Beseitigung der in der Übersetzung möglicherweise enthaltenen Mängel.

(b)    Der Anspruch auf Nacherfüllung muss vom Auftraggeber unter genauer Angabe des Mangels geltend gemacht werden.

(c)    Beseitigt die Auftragnehmerin die geltend gemachten Mängel nicht innerhalb einer angemessenen Frist oder lehnt er die Mängelbeseitigung ab oder ist die Mängelbeseitigung als gescheitert anzusehen, so kann der Auftraggeber nach Anhörung des Auftragnehmers auf dessen Kosten die Mängel durch einen anderen Übersetzer beseitigen lassen oder wahlweise die Herabsetzung der Vergütung verlangen oder vom Vertrag zurücktreten. Die Mängelbeseitigung gilt als gescheitert, wenn auch nach mehreren Nachbesserungsversuchen die Übersetzung weiterhin Mängel aufweist.

7.     Haftung

(a)    Die Auftragnehmerin ist verpflichtet, nach bestem Wissen und Gewissen zu arbeiten. Sie haftet bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz. Nicht als grobe Fahrlässigkeit einzustufen sind Schäden, die durch Computerausfälle und Übertragungsstörungen bei E-Mail-Versendung oder durch Viren verursacht worden sind. Die Auftragnehmerin trifft durch Anti-Virus-Software hiergegen Vorkehrungen. Die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit gilt ausschließlich im Falle der Verletzung von Hauptpflichten.

(b)    Der Anspruch des Auftraggebers gegen die Auftragnehmerin auf Ersatz eines nach Nr. 5 (1) Satz 4 verursachten Schadens wird auf 5.000 EUR begrenzt; im Einzelfall ist die ausdrückliche Vereinbarung eines höheren Schadensersatzanspruchs möglich.

(c)    Der Ausschluss oder die Begrenzung der Haftung nach Nr. 5 (1 ) und (2) gilt nicht für Schäden eines Verbrauchers aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(d)    Ansprüche des Auftraggebers gegen die Auftragnehmerin wegen Mängeln der Übersetzung (§ 634a BGB) verjähren, sofern nicht Arglist vorliegt, in einem Jahr seit der Abnahme der Übersetzung. (Hinweis: Diese Bestimmung ist nur anwendbar bei Verträgen mit Unternehmern, nicht jedoch auf Verträge mit Verbrauchern)

(e)    Die Haftung für Mangelfolgeschäden ist entgegen § 634a BGB auf die gesetzliche Verjährungsfrist beschränkt. Hiervon bleibt § 202 Abs. 1 BGB unberührt.

(f)     Werden von Seiten des Auftraggebers Unterlagen nicht rechtzeitig oder nicht in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt, entbindet dies die Auftragnehmerin von der etwaigen Haftung für eine unzureichende Qualität von Dolmetsch- bzw. Übersetzungsleistungen.

8.    Berufsgeheimnis

Die Auftragnehmerin verpflichtet sich, Stillschweigen über alle Tatsachen zu bewahren, die ihr im Zusammenhang mit einer Tätigkeit für den Auftraggeber bekannt werden.

9.     Leistungshindernisse

Sollte die Auftragnehmerin aus stichhaltigen Gründen an der Erfüllung des Vertrags gehindert sein, so hat sie nach besten Kräften und soweit ihr das billigerweise zuzumuten ist, Sorge dafür zu tragen, dass FachkollegInnen sie vertreten; deren Verpflichtung bedarf der Zustimmung des Auftraggebers.

10.    Mitwirkung Dritter

(a)  Die Auftragnehmerin ist berechtigt, zur Ausführung des Auftrags Mitarbeiter oder fachkundige Dritte heranzuziehen.

(b)  Lässt die Auftragnehmerin die vereinbarten Leistungen durch fachkundigen Dritten ausführen, haben diese qualifizierte und professionelle Dolmetscher- bzw. Übersetzerkollegen zu sein.

(c)  Bei Heranziehung von fachkundigen Dritten hat Die Auftragnehmerin dafür zu sorgen, dass sich diese zur Verschwiegenheit entsprechend Nr. 8. verpflichten.

11.     Vergütung

(a)  Die Rechnungen der Auftragnehmerin sind fällig und zahlbar ohne Abzug spätestens innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsdatum.

(b)  Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(c)  ) Die Auftragnehmerin hat neben dem vereinbarten Honorar Anspruch auf die Erstattung der tatsächlich angefallenen und mit dem Auftraggeber abgestimmten Aufwendungen. In allen Fällen wird die Mehrwertsteuer, soweit gesetzlich notwendig, zusätzlich berechnet. Die Auftragnehmerin kann bei umfangreichen Übersetzungen einen angemessenen Vorschuss verlangen. Die Auftragnehmerin kann mit dem Auftraggeber vorher schriftlich vereinbaren, dass die Übergabe ihrer Arbeit von der vorherigen Zahlung ihrer vollen Honorars abhängig ist.

(d)  Ist die Höhe des Honorars nicht vereinbart, so ist eine nach Art und Schwierigkeit angemessene und übliche Vergütung geschuldet. Diese unterschreitet die jeweils geltenden Sätze des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes (JVEG) nicht.

12.    Eigentumsvorbehalt und Urheberrecht

(a)  Die Übersetzung bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum ) der Auftragnehmerin. Bis dahin hat der Auftraggeber kein Nutzungsrecht.

(b)  ) Die Auftragnehmerin behält sich ein etwa entstandenes Urheberrecht vor.

(c)  Die Dolmetschleistung ist ausschließlich zur sofortigen Anhörung bestimmt. Wird eine Aufzeichnung der Verdolmetschung gewünscht, ist diese nur mit vorheriger Zustimmung der Auftragnehmerin zulässig. Für die Abtretung der Nutzungsrechte wird ein zusätzliches Honorar berechnet, dessen Höhe sich nach Art der Nutzung richtet. Die Urheberrechte der Auftragnehmerin bleiben vorbehalten. Die Auftraggeber haften auch für unbefugte Aufnahmen durch Dritte.

13.  Stornierung

Im Falle der Stornierung eines Dolmetschauftrages durch den Auftraggeber nach Abschluss eines bindenden Vertrags hat die Auftragnehmerin Anspruch auf ein Ausfallhonorar. Dieses beträgt bei Auftragsstornierung bis zu vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn 25 % des vereinbarten Honorars, bis zu drei Wochen 50 %, bis zu einer Woche 75 % davon. Erfolgt die Stornierung ab dem 5. Werktag vor Veranstaltungsbeginn, ist das volle Honorar fällig. Die Auftragnehmerin hat außerdem Anspruch auf Erstattung der ihr nachweislich entstandenen Kosten (z.B. Bahntickets). Kann die Auftragnehmerin für den stornierten Termin einen anderen Auftrag annehmen, so wird die hierfür gezahlte Vergütung vom Ausfallhonorar in Abzug gebracht und gegebenenfalls von der Forderung des Ausfallhonorars abgesehen.

14.  Rücktrittsrecht

Soweit die Erteilung des Übersetzungsauftrags darauf beruht, dass die Auftragnehmerin die Anfertigung von Übersetzungen im Internet angeboten hat, verzichtet der Auftraggeber auf sein möglicherweise bestehendes Widerrufsrecht für den Fall, dass die Auftragnehmerin mit der Übersetzungsarbeit begonnen und den Auftraggeber hiervon verständigt hat.

15.  Anwendbares Recht und Gerichtsstand

(a)  Für den Auftrag und alle sich daraus ergebenden Ansprüche gilt deutsches Recht.

(b)  Die Vertragssprache ist Deutsch.

(c)  Gerichtsstand ist Stuttgart.

16.  Salvatorische Klausel

Die Wirksamkeit dieser Auftragsbedingungen wird durch die Nichtigkeit oder Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine gültige zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Ergebnis bzw. dem angestrebten Zweck möglichst nahe kommt.

17.  Änderungen und Ergänzungen

Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sind nur gültig, wenn sie schriftlich vereinbart worden sind. Dies gilt auch für die Änderung des Schriftformerfordernisses selbst.



 

Esslingen am Neckar, Mai 2018